Goldener Oktober

Sieben Deutsche Meistertitel für die Taekwondo Union Rheinland-Pfalz  

Bei der Deutschen Meisterschaft der Kadetten (11-14 Jahre), der Junioren (15-21 Jahre) und der Masters (über 35 Jahre) die im fränkischen Schwabach zur Austragung kamen, gelang es den 21 für die Taekwondo Union Rheinland-Pfalz (TURP) angetretenen Sportlern sieben Goldmedaillen zu erkämpfen. Zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen komplettierten das herausragende Ergebnis.

Kadetten erreichen Historisches

Am ersten Tag der Deutschen Meisterschaft in Schwabach gelang es den elf angetretenen TURP-Kadetten drei Gold-, eine Silber und eine Bronzemedaille zu erkämpfen. Dabei gelang es Jona Pörsch seine Vorjahres Titel zu verteidigen. Er gewann im vereinseigenem Finale der Klasse bis 61 Kilogramm gegen Raoul Heurs, der die Silbermedaille erkämpfte. Joel Siedler, der im vergangenen Jahr noch unglücklich im Viertelfinale gescheitert war, landete in Schwabach auf dem höchsten Treppchen in der Klasse bis 65 Kilogramm. Einen weiteren Deutscher Meistertitel gewann Viviana Valentino in der Klasse bis 51 Kilogramm. Vize-Europameisterin Lena Unrau musste sich im Halbfinale der Klasse bis 41 Kilogramm geschlagen geben und landete auf dem dritten Rang. Vier fünfte Plätze durch Tim Mehler, Milan Fucci, Emel Karagöz und Samuel Costa sowie drei neunte Plätze durch Imke Schulz, Kimberly Engel und Elia Pörsch rundeten das hervorragende Ergebnis für den TURP-Nachwuchs ab.

Deutscher Meister Jona Pörsch mit Kopftreffer

Diese Medaillenausbeute brachten die Taekwondo Union Rheinland-Pfalz erstmals in der Geschichte unter die ersten drei Verbände in der Länderwertung. Die TURP landete hinter Bayern und Nordrhein-Westfahlen aber deutlich vor Baden-Württemberg auf Platz drei der Länderwertung.

Deutscher Meister René Ackermann mit Kopftreffer

TURP-Junioren kämpfen sich an die Spitze

Nach dem die Rheinland-Pfälzer im vergangenem Jahr bei den Junioren medaillenlos blieben, zeigten sie sich bei dieser DM in Topform. Mit der Ausbeute von zwei Gold-, einer Silber und einer Bronzemedaille belegte die TURP den vierten Platz in der Länderwertung. Der Taekwondo Club Ingelheim landete auf dem dritten Rang von über 80 angetretenen Vereinen in der Mannschaftswertung.

Am zweiten Tag der DM präsentierte sich vor allen der Deutschen-Kadettenmeister von 2014 René Ackermann bärenstark. Bei seinem ersten Einsatz bei einer Deutschen Juniorenmeisterschaft gelang dem erst 15-jährigen Ingelheimer auf Anhieb der Titelgewinn in der Klasse bis 58 Kilogramm und das gegen zum Teil wesentlich ältere und erfahrenere Gegner. Mit Ricki Nöhles stellt die TURP auch den Deutschen Juniorenmeister bis 74 Kilogramm. In derselben Klasse belegte Maximilian Burkhardt den dritten Rang. Madeline Folgmann erkämpfte sich den Deutschen-Vizemeistertitel bei den Damen bis 53 Kilogramm. Auf dem fünften Platzt landeten Maline Hausmann und Marius Repovs. Mike Losinski wurde neunter.

 Silke Busam und Giuseppe Gagliano erneut Deutsche Meister bei den Masters

Weiteren Deutschen Meistertitel für die TURP gab es durch Silke Busam, sie gewann die Damenmastersklasse bis 67 Kilogramm und Giuseppe Gagliano der bei den Herren bis 80 Kilogramm zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister wurde.

"Zählt man die beiden Titel, die Anfang des Jahres, bei den Aktiven erkämpft wurden hinzu, so kann die TURP auf insgesamt neun Deutsche Meistertitel und neun weitere DM-Platzierungen in diesem Jahr zurückblicken." Freut es TURP-Vize-Präsident Leistungssport Waldemar Helm.

Turp-Lehrgang in Bingen

Horst Sperling (4. Dan, Präsident der Turp) und André Simon (5. Dan, Breitensportreferent) konnten am 10.09.2016 über 200 Sportlerinnen und Sportler aus ganz Rheinland-Pfalz zu einem ganz besonderen Breitensportlehrgang im Rahmen des Landesjugendsportfestes in Bingen begrüßen. Als Ausrichter stellte sich der Taekwondo-Club Bingen zur Verfügung.

Alle Teilnehmer, von 6 bis 72 Jahre, sowie vom 10. Kup bis zum 7. Dan, trainierten gemeinsam Taekwondo. Sie konnten zwischen verschiedenen Trainingseinheiten wählen, für jeden war etwas dabei. Somit Breitensport pur in Bingen!

Für den Technik- bzw. Wettkampfbereich waren die beiden Turp Landestrainer Klaus Sommer (3. Dan) und Sasan Dalirnejad (3. Dan) zuständig. Der Jugendreferent der Turp, Alexander Huhn ( 3. Dan) hatte sich einige Budospiele für Kinder und Jugendliche überlegt. Für den Bereich Selbstverteidigung war diesmal Markus Schütz (Direktor der MATAC – Schule für Selbstschutz und Sicherheit sowie Chef Instructor M.A.R.S. Tactical Defence) zuständig. Unterstützt wurde Markus durch Matthias Dhein und Nico Busch.

In der Mittagspause wurden die Teilnehmer durch die Sportjugend Rheinland-Pfalz kostenfrei versorgt.

Der Höhepunkt in der Mittagspause war ein durch die beiden Turp-Kampfrichterreferenten Wettkampf / Poomsae, Anja Bahl (1. Dan) und Daniel Theisen (4. Dan), organisierter Vergleichskampf der einzelnen Sportbünde. Nachwuchssportler konnten ihr Können unter Beweis stellen. Den ersten Platz belegte dabei der Sportbund Rheinhessen, zweiter wurde der Sportbund Rheinland und den dritten Platz belegte der Sportbund Pfalz.

Nachdem jeder Teilnehmer durch die Sportjugend mit einem kostenlosen T-Shirt versorgt wurde, machten sich die Teilnehmer nach einem langen und intensiven Lehrgangstag mit vielen neuen Eindrücken auf den Heimweg.

TURP-Sportlerin Lena Unrau erkämpft einen herausragenden zweiten Platz bei der Kadetten-Europameisterschaft. Viviana Valentino und Jona Pörsch landen auf dem fünften Platz. 

Lena Unrau mit Silber dekoriert

Bei der Kadetten-Europameisterschaft der zwölf bis 14-jährigen Taekwondo-Sportler, die in der rumänischen Metropole Bukarest zur Austragung kam, gelang es Lena Unrau, bei ihrem ersten Einsatz für die deutsche Nationalmannschaft, gleich die Silbermedaille in der Gewichtsklasse bis 41 Kilogramm zu gewinnen und damit den bis Dato größten Erfolg in ihrer noch jungen Laufbahn zu feiern. 

Nach Freilos in der ersten Runde bekam es die 13-jährige Ingelheimerin im Achtelfinale mit der Britin Aaliyah Powell zu tun, gegen die sie im Finale der diesjährigen Dutch Open noch knapp unterlegen war. Mit 8:4 Punkten konnte sie sich diesmal recht mühelos durchsetzen. Noch deutlicher verlief ihr Viertelfinalkampf gegen die Moldawierin Tatiana Trifon. Diese konnte die amtierende Deutsche Vizemeisterin vorzeitig mit 17:4 Punkten in die Schranken weisen.

Obwohl bei der Kadetten EM aus Sicherheitsgründen Kopfschützer mit Gesichtsvisier verwendet werden, wurde der Halbfinalkampf von Lena gegen die Italienerin Alessia Sturari ein Schlagabtausch mit "offenen Visier". Beide Kontrahentinnen schenkten sich nichts und führten einen Kampf auf höchsten Niveau. Am Ende dieser im wahrsten Sinne "Atemberaubenden" Auseinandersetzung hatte die junge Ingelheimerin mit der Tageshöchstwertung 22:17 Punkten die Nase vorn und stand damit verdient im Finale der Europameisterschaft.

Nach dem kräftezehrenden Halbfinale ging es im Kampf um die Goldmedaille gegen Aya Bouhmida aus Holland. In einem sehr engen und spannenden Finale musste Lena ihrem schweren Halbfinalkampf Tribut zollen und sich am Ende mit 5:6 Punkten nur hauchdünn geschlagen geben. Was den tollen Gesamteindruck der mit der Silbermedaille gekrönt wurde aber in keinster Weise schmälert.

Viviana Valentino und Jona Pörsch schrammen knapp an der Medaille vorbei

Medaillenhoffnungen machte sich auch der zweite Ingelheimer Starter Jona Pörsch. Diese wurden jedoch im Viertelfinale je zerstört. Nach klar gewonnen Auftaktkampf (14:6 Punkte) gegen Milivoj Pavkov aus Serbien, konnte der 14-jährige Rotweinstädter auch sein Achtelfinale, wenn auch denkbar knapp, mit 7:6 Punkten gegen Artsiom Plonis aus Weißrussland für sich entscheiden. Im Medaillenkampf der Klasse bis 61 Kilogramm bekam Jona es mit dem Italiener Samuele Baliva zu tun. In einem dramatischen Kampf fehlte dem amtierenden Deutschen Kadetten-Meister, beim Endstand von 9:10 Punkten, am Ende nur ein Punkt um ins Halbfinale einzuziehen. Die Enttäuschung um die vergebene Medaillenchance war dementsprechend groß. Ein guter fünfter Platz unter den 22 Teilnehmern seiner Gewichtsklasse und die Gewissheit zur europäischen Elite zu gehören war am Ende zwar nur ein geringer Trost für den ambitionierten Ingelheimer aber doch aller Ehren wert.

Auch für Viviana Valentino platzte der Medaillentraum im Viertelfinale. Zuvor konnte sich die 13-jährige Bad Kreuznacherin in der Vorrunde gegen Alice Hasser aus Luxemburg mit 6:3 Punkten und im Achtelfinale gegen Elif Stoyanov aus Österreich mit 8:3 Punkten durchsetzen. Im Viertelfinale traf sie auf die Lokalmatadorin Liana Musteata aus Rumänien. In einem beherzten Kampf versuchte Viviana alles um diesen für sich zu entscheiden, was leider nicht ganz gelang. Am Ende behielt die Rumänin mit 15:8 Punkten die Nase vorn. Ein 5. Platz und die Gewissheit zur europäischen Spitze zu gehören trösteten über die knapp vergebene Medaille hinweg.

"Es ist schon bemerkenswert, wie gut sich unsere jungen Sportler gegen die europäische Elite behaupten konnten. Unsere Ausnahmetalente haben in kurzer Zeit bereits enorm viel erreicht und haben durchaus das Potential zu noch höheren". So die Einschätzung vom TURP-Vizepräsident Waldemar Helm, der es sich nicht nehmen ließ die Sportler persönlich in Bukarest zu unterstützen.

In Rumänien gingen über 400 Jugendsportler aus 40 europäischen Ländern an den Start. Das deutsche Team war mit 15 Teilnehmern vertreten, die drei Silber und drei Bronzemedaillen erkämpfen konnten.

Viviana Valentino, Lena Unrau und Jona Pörsch für die Kadetten-Europameisterschaft nominiert

v.l.n.r.: Viviana Valentino, Jona Pörsch und Lena Unrau kämpfen in Bukarest um die Medaillen

Nach René Ackermann, der 2013 die Bronzemedaille bei den europäischen Titelkämpfen der 12-14-jährigen holen konnte, haben in diesem Jahr mit Viviana Valentino, Lena Unrau und Jona Pörsch gleich drei Sportler der Taekwondo Union Rheinland-Pfalz die Chance in der rumänischen Metropole Bukarest um EM-Medaillen zu kämpfen. Sie wurden von der Deutschen Taekwondo Union für die vom 08. bis 11. September zur Austragung kommende Kadetten-Europameisterschaft nominiert.

Jona Pörsch, der bei der EM in der Gewichtsklasse bis 61 Kilogramm für Deutschland nominiert ist, überzeugte zuletzt durch seine herausragenden Siege bei den Weltranglistenturnieren in Eindhoven (Dutch Open) sowie beim President´s Cup in Bonn. Zudem erreichte der 14-jährige Ingelheimer die Finals bei der Belgian Open in Lommel und der German Open in Hamburg sowie den dritten Platz bei der Austria Open in Innsbruck. Damit war der amtierende Deutsche Kadettenmeister bei allen für eine Nominierung relevanten Turnieren bei denen er am Start war auch in den Medaillenrängen.

Der amtierende Deutsche Vizemeisterin Lena Unrau brachten die Top-Platzierungen bei der Dutch Open (2. Platz), der German Open (2. Platz) sowie dem President´s Cup (3. Platz) das Ticket für die Europameisterschaft. In Bukarest geht die 13-jährige Ingelheimerin in der Gewichtsklasse bis 41 Kilogramm für Deutschland an den Start.

Neben den beiden Ingelheimern geht mit Viviana Valentino auch eine Sportlerin aus Bad Kreuznach, bei dieser EM in der Klasse bis 47 Kilogramm an den Start. Die 13-jährige konnte sich mit dem Sieg bei der Belgian Open sowie Platzierungen beim President´s Cup (2. Platz) und der Austria Open (3. Platz) für das Saisonhighlight qualifizieren.

„Alle drei Nachwuchssportler haben bei einer guten Auslosung und entsprechender Tagesform durchaus realistische Medaillenchancen, das haben sie durch diverse Top-Platzierungen bei hochklassigen Turnieren in den vergangenen Monaten bewiesen.“ So die Einschätzung vom TURP-Vizepräsident Waldemar Helm.

Studierenden-Spiele 2016

Fast 6000 Teilnehmer aus über 400 Universitäten und Hochschulen aus 41 europäischen Ländern konkurrierten in 24 Sportarten in Zagreb und Rijeka um die Medaillen bei den dritten europäischen Studenten-Spielen. Damit waren es die größten EUSA-Games bis Dato und das größte Multi-Sport-Event in der kroatischen Geschichte.

Mit Marilena Werth und Hicham Massaoudi waren auch die amtierende Studenten-Europameisterin und der aktuelle Studenten-Vize-Europameister der Taekwondo Union Rheinland-Pfalz am Start. Hicham Massaoudi gelang es auch bei den europäischen Studenten-Spielen in die Medaillenränge vorzustoßen. Der amtierende Deutsche Meister und Deutsche Hochschulmeister erreichte in der Mladost Sports Hall von Rijeka im Herrenschwergewicht über 87 Kilogramm den dritten Rang. Er unterlag im Halbfinale gegen den Europameister Christoph Decker aus Österreich.

Marilena Werth verpasste die Medaille nur denkbar knapp, sie unterlag im Viertelfinale der Damenklasse bis 62 Kilogramm gegen die spätere Siegerin Antonia Zeravica aus Kroatien und erreichte den fünften Platz.

Bei den EUSA-Games erfolgreich - Hcham Massaoudi, Marilena Werth mit Trainer und TURP-Vize-Präsident Waldemar Helm

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